Reform der Pflegeberufe

Pflegeschulen fit machen für die Zukunftsberufe

Das Bild zeigt Franziska Giffey, wie sie sich mit Pflegeschülerinnen und Pflegeschülern unterhält
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben mit Pflegeschülerinnen und Pflegeschülern über die Zukunft der Pflegeausbildung gesprochen© DRK

Um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken, ist die Reform der Pflegeberufe unverzichtbar. Am 1. Januar 2020 starten die neuen Pflegeausbildungen. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben am 14. März gemeinsam das biz Bildungszentrum für Pflegeberufe der DRK Schwesternschaft Berlin besucht, um sich mit Pflegeschülerinnen und Pflegeschülern über die neuen Ausbildungen auszutauschen.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey betonte:

"Pflege ist ein Zukunftsberuf: krisenfest und digitalisierungssicher. Allerdings ist es dringend nötig, dass wir die Rahmenbedingungen verbessern. Mit der Einführung der neuen Pflegeausbildungen am 1. Januar 2020 machen wir die Ausbildung moderner und attraktiver. Das stellt auch die Pflegeschulen vor neue Herausforderungen, aber wir unterstützen sie bei der Umstellung. Als Ergebnis der Arbeitsgruppe 'Ausbildung' der Konzertierten Aktion Pflege unter Vorsitz meines Hauses haben wir daher gemeinsam mit den Partnern die ‘Ausbildungsoffensive Pflege‘ gestartet. Das sind 111 konkrete Maßnahmen, um mehr Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern und die Pflegeschulen und Ausbildungsbetriebe bereits jetzt in der Vorbereitungsphase auf die neuen Pflegeausbildungen und bis zum Abschluss des ersten Ausbildungsjahrganges Ende 2023 konkret zu unterstützen. Zu den vereinbarten Maßnahmen gehört auch, dass die Pflegeschulen am 'DigitalPakt Schule' teilhaben können."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn:

"Die Pflege braucht ein besseres Image. Und die neue, moderne Ausbildung trägt dazu bei. Gemeinsam können wir die Vertrauenskrise in der Pflege überwinden und den Beruf wieder attraktiv gestalten. So dass Eltern stolz sein können, wenn sich ihr Kind für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet. Wir sorgen dafür, dass der Sozialstaat auch in zehn Jahren noch funktioniert."

Mehr als zwei Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Pflege. Rund 140.000 Auszubildende haben im Schuljahr 2017/2018 eine Ausbildung in der Pflege begonnen. Derzeit gibt es in Deutschland rund 1500 Pflegeschulen. Im Rahmen der "Ausbildungsoffensive Pflege" (2019 bis 2023) sollen die Zahl der ausbildenden Einrichtungen und der Auszubildenden bis zum Ende der Offensive 2023 im Bundesdurchschnitt um jeweils zehn Prozent (gegenüber 2019) gesteigert werden.

Um die bisherigen Ergebnisse der "Konzertierten Aktion Pflege" ging es beim Deutschen Pflegetag. Dort nahmen Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Björn Böhning, an einer Podiumsdiskussion teil. Die Konzertierte Aktion umfasst fünf Arbeitsgruppen, die konkrete Ziele und Maßnahmen erarbeiten, um gut ausgebildete und engagierte Pflegefachkräfte für das neue Berufsfeld zu gewinnen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe 1 wurden im Januar vorgestellt und die "Ausbildungsoffensive Pflege" (2019 bis 2023) gestartet. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen 2-5 werden im Sommer 2019 präsentiert.