Allianzen für Menschen mit Demenz

Demenz

In Allianzen viel erreichen für Menschen mit Demenz

Das Bundesfamilienministerium setzt sich in verschiedenen Bereichen für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz, ihren Angehörigen und Pflegenden ein - zum Beispiel mit der Allianz für Menschen mit Demenz auf Bundesebene oder mit vielen Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz direkt vor Ort bei den Betroffenen.

Allianz für Menschen mit Demenz

Die Allianz für Menschen mit Demenz ist Teil des Wissens- und Hilfenetzwerkes für Menschen mit Demenz des Bundesfamilienministeriums. Sie will die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern und mehr Verständnis für die Krankheit und die Bedürfnisse der Erkrankten schaffen.

Die Allianz wurde im September 2012 durch das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium auf Bundesebene gegründet. Neben verschiedene Ministerien sind Vertreter der Länder, Verbände und Organisationen wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz oder die Bundesärztekammer Mitglieder der Allianz.

Im September 2014 haben das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium die Agenda der Allianz für Menschen mit Demenz gestartet und so den Grundstein für eine nationale Demenzstrategie gelegt. Die Agenda definiert vier Handlungsfelder: Wissenschaft und Forschung, Gesellschaftliche Verantwortung, Unterstützung von Menschen mit Demenz und deren Familien sowie Gestaltung des Unterstützungs- und Versorgungssystems. Die Umsetzung der Agenda erfolgt in unterschiedlicher Trägerschaft und Verantwortung der Mitglieder der Allianz in den folgenden Jahren. Im September 2017 wurde der Zwischenbericht vorgelegt. Im September 2018 wird der Abschlussbericht veröffentlicht.

Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz

Als eine zentrale Maßnahme der Agenda "Gemeinsam für Menschen mit Demenz" fördert das Bundesfamilienministerium den Aufbau von Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz: Ziel dieses Programms ist, Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen direkt in ihrem Wohnumfeld die bestmögliche Unterstützung zu bieten und es Betroffenen zu ermöglichen, so lange wie möglich in ihrem sozialen Umfeld zu bleiben. Dies soll vor allem durch Netzwerkbildung, aber auch durch das Angebot und die Vermittlung von Hilfe und Unterstützung vor Ort geschehen.

Die ersten Förderungen zum Aufbau Lokaler Allianzen für Menschen mit Demenz wurden als Pilotprojekte an Mehrgenerationenhäusern im Herbst 2012 bewilligt. In den folgenden Jahren kamen neue Standorte hinzu, aktuell sind 500 Lokale Allianzen aktiv. Mit Abschluss der fünften Förderrunde im Herbst 2018 endet das Bundesmodellprogramm. Die bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V (BAGSO) angesiedelte Netzwerkstelle "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" sichert die Nachhaltigkeit des Bundesmodellprogramms. Als Anlaufstelle für die bestehenden Allianzen sowie für Akteure, die neue lokale Netzwerke aufbauen wollen, sorgt sie für deren Unterstützung und Erfahrungsaustausch sowie den Wissenstransfer nach außen.