Demokratie leben!

Demokratieförderung und Extremismusprävention

Bundesprogramm "Demokratie leben!"

Menschenfeindliche Äußerungen und Handlungen gefährden die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Daher unterstützt das Bundesfamilienministerium mit dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" bereits seit 2015 Initiativen und Vereine, die sich für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit einsetzen. Das Programm fördert deutschlandweit mehr als 600 Projekte mit kommunalen, regionalen und überregionalen Schwerpunkten.

Im Mai 2018 verkündete Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey die Entfristung des Bundesprogramms. Die Fördersumme für das Jahr 2019 beträgt insgesamt 115,5 Millionen Euro.

Die lokalen "Partnerschaften für Demokratie" machen sich mit konkreten Maßnahmen vor Ort für Vielfalt und Demokratie stark. Um insbesondere Jugendliche für ein Engagement zu gewinnen, können partizipativ gestaltete Jugendfonds eingerichtet werden.

Das Bundesprogramm unterstützt die Arbeit der Landes-Demokratiezentren als Koordinierungs- und Vernetzungsstellen in allen Bundesländern. Damit wird die Arbeit der Mobilen Beratung, der Opfer- und der Ausstiegsberatung im Rahmen landesweiter Netzwerke gefördert. Diese Netzwerke unterstützen Menschen im Umgang mit rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Vorfällen. 

Das Bundesfamilienministerium möchte die Arbeit von gemeinnützigen Trägern verstetigen, die mit ihrer Arbeit das Engagement des Bundes für Demokratie und Vielfalt und gegen Rechtsextremismus, Gewalt sowie Menschenfeindlichkeit stärken. Wichtige nichtstaatliche Organisationen sollen unterstützt und langfristig als Kooperationspartner gestärkt werden. Des Weiteren sollen diese Träger besser vernetzt werden.

Darüber hinaus werden innovative Modellprojekte in den folgenden Themenfeldern gefördert:

  • ​Ausgewählte Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Radikalisierungsprävention
  • Engagement und Vielfalt in der Arbeits- und Unternehmenswelt
  • Demokratieförderung im Bildungsbereich
  • Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft
  • Stärkung des Engagements gegen Hass im Netz
  • Prävention und Deradikalisierung in Strafvollzug und Bewährungshilfe

Details zur Programmstruktur und zu den Themenfeldern sind hier zu finden.

Die Umsetzung des Programms liegt beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Die Programmevaluation übernimmt das Deutsche Jugendinstitut.